FESTIVAL 2009 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Alle Hörspielmacher/-innen, die 2009 im Festival-Programm gelaufen sind:
>>> HÖRSPIELMACHER/-INNEN IM WETTBEWERB 2009
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Die Gewinner des BERLINER HÖRSPIELFESTIVALS 2009:
DAS LANGE BRENNENDE MIKRO:
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1. Preis: HUNDELEBENSBERATUNG von Tom Heithoff
Drei Stücke bekamen von der fünfköpfigen Jury den ehrbaren zweiten Platz bescheinigt.
2. Preis: DER ELEKTROBARDE von Martin Bezzola
2. Preis: REPUBLIK PIZZA von Carsten Brandau
2. Preis: KOPFJÄGER von Sophie Ihle, Felix Engel und Benedikt Strunz
>>> JURY & BEGRÜNDUNG
DAS KURZE BRENNENDE MIKRO:
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1. Preis: GANZ KLEIN AM HORIZONT von Robert Schoen
2. Preis: EINE ZUKUNFTSVISION von Merle Molkenthin
3. Preis: DAS IST KEIN NAGETIER ! von Sarah Trilsch
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Hier das Festivalprogramm 2009:
>>> PROGRAMM 2009 (KURZE FASSUNG)
>>> PROGRAMM 2009 (AUSFÜHRLICHE FASSUNG)
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Wie war's denn 2009? Hier der Rückblick...
Vom 24. bis 26. Juli fand nun schon zum zweiten Mal das BERLINER HÖRSPIELFESTIVAL SOMMER 2009 im Strandbad Weißensee statt. Aus 119 Einsendungen hatten wir ein dreitägiges Highlight-Programm mit insgesamt 20 Hörspielen zusammengestellt.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Ivo Smolak aka Ivo Lotion, dem berüchtigten Moderator der berühmten Poetry-Musik-Revue "Lokalrunde" im Berliner Admiralspalast.
>>> WWW.LOKALRUNDE.ORG
Vielleicht fangen wir mal mit den Katastrophen an. Der Stromausfall zum Beispiel, der ein stummes Loch in das Stück "Kopfjäger" von Sophie Ihle, Felix Engel, Benedikt Strunz gehackt hatte. Das Licht ging aus. Panik bekam das Publikum nicht, nur wir. Ivo Lotion, unser Moderator war quasi für uns verschwunden, denn sein Funkmikro war tot. Das war die schönste Panne vom Freitag.
Die schönste Panne des Samstags ereignete sich während des Wettbewerbs um den Publikumspreises - dem Kurzen Brennenden Mikro. Es fing an zu stürmen, die Zeltfolie warf Wellen und die Schwingtüren spielten theatralisch Salon-Türen. Das ist wie, wenn beim Skispringen ein Orkan kommt oder Rehe auf der Rennstrecke bei Formel Eins. Das betroffene Stück hieß "Ganz klein am Horizont" von Robert Schoen. Manch Einer hatte dann gesagt, der Regen habe zum Stück gepasst. Wie auch immer - dieses Stück gewann das KURZE BRENNENDE MIKRO. "Ganz klein am Horizont" ist eine sehr ehrliche und realistische Chat-Konversation eines Bit-induzierten Blind Dates.
"Ganz klein am Horizont" war einigermaßen dicht gefolgt von vier weiteren Stücken, die alle nur einen Punkt Unterschied zueinander hatten. Der zweite Platz ging an "Eine Zukunftsvision", produziert von einer jungen Frau, Namens Merle Molkenthin. Sie studiert zwar völlig fachfremd „Technischen Umweltschutz“, aber eines Tages muss sich wohl ein Kreativblitz in ihrem unmusischen Studienalltag entladen haben, der Merle mit einem Mal auf eine Couch katapultiert hat, auf der man sie dann gefragt hat, wieviel Hörspiele sie denn schon gemacht habe und Merle dann antwortete "Sonst keins."
Auf den dritten Platz landete eine Art Bildröhren-Traum von Sarah Trilsch, "Das ist kein Nagetier!". Sarah Trilschs Stück schaffte es vom ersten Satz an, uns in die Lautsprecher zu ziehen und uns 15 Minuten lang mitzunehmen. Sehr sympathisch, plastisch und bunt.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass "Stummfisch wird Schaumzahn" von Ricarda Franzen und Anselm Schulin, mit einer Stimme Abstand nur ganz knapp das Siegertreppchen verfehlte.

Merle Molkenthin, Ivo Lotion und Robert Schoen (Foto Frank Freppon)
Im Lauf der drei Festivaltage hatten wir uns schließlich im gemütlichen Strandbadzelt eingewöhnt. Letztlich setzte sich unter den Gästen und Hörspielmachern, und auch bei uns, die Erkenntnis durch, dass das Zelt sicherlich eine bessere Akustik gewährleistet, als der offene Strand. Und die großen Fenster boten immer noch einen schönen Ausblick auf den dunklen See und die orange beleuchteten Strandbadschirme davor.
Am Sonntag war dann der formelle Höhepunkt: Die Preisverleihung für das LANGE BRENNENDE MIKRO - Dem Preis für das Jury-gekürte Langhörspiel. Dieses Jahr konnte die Jury sich zwar auf einen einzigen Ersten Platz einigen, wie es sich gehört, aber nicht auf einen einzelnen zweiten und dritten. Drei Stücke bekamen von der fünfköpfigen Jury den ehrbaren zweiten Platz bescheinigt. Die unzertrennlichen, unwägbaren Stücke sind in alphabetischer Reihenfolge: "Der Elektrobarde" von Martin Bezzola, "Kopfjäger" von Sophie Ihle, Felix Engel, Benedikt Strunz und "Republik Pizza" von Carsten Brandau.
Das Preisgeld für den Ersten Platz ging an Tom Heithoff mit "Hundelebensberatung". Das dokumentarisch angelegte Stück untersucht die neue wissenschaftliche These, ob Arbeitslose mit Hund wirklich weniger aggressiv sind, weniger Saufen und schneller Resozialisiert werden können. Tom Heithoff begleitet einen Langzeitarbeitslosen, dem als Erster ein neues Förderprogramm angeboten wird: Sein Sachbearbeiter teilt dem Taugenichts einen Agenturhund vom Tierheim zu.

Sophie Ihle, Barbara Meerkötter, Alexander Schuhmacher, Jochen Meißner
Tom Heithoff, Dominik Stein (von hinten nach vorne) (Foto: Jens Albrecht)
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